Was ist eine Lichtinsel?

Eine kurze Klärung der Begrifflichkeit: Eine Lichtinsel folgt dem Konzept des selektiven Leuchtens. Stell Dir einen rabenschwarz dunklen Raum vor. Installiere ich nun einen mit ausreichend Leuchtmitteln bestückten Kronleuchter an der Decke des Raumes, so erzeugt er ein helles, jeden Winkel des Raumes erreichendes Grundlicht. Gut zum Arbeiten, atmosphärisch aber eher lahm und somit ziemlich genau das Gegenteil einer Lichtinsel. Er macht halt hell. Fast jeder Raum braucht so ein Grundlicht. Aber ein Grundlicht alleine reicht nicht aus, um mit Licht zu gestalten. Nun nehme ich kleine, separat schaltbare Lichteinheiten und bestücke damit jeden Raum nach Bedarf. Etwa eine Schirmlampe auf dem Schreibtisch, ein Leselicht im Sofabereich, ein kleiner Spotstrahler für den Ölschinken an der Wand. So leuchte ich selektiv meinen Raum aus und es entstehen Lichtinseln mit denen ich die Atmosphäre eines Raumes gestalten kann. Gestalten mit Licht.


Die Arbeitsweise:

Ich sammle meine Werkstoffe auf Trödelmärkten, Sperrmüllhaufen und Schrottplätzen. In Frage kommt grundsätzlich alles was eine gute Form hat und sich in irgendeiner Form eignet, Teil einer Lampe oder eines Möbelstückes zu werden. Ob dies ein alter Grammophontrichter, ein Druckkessel, hölzerne Schusterleisten oder eine Höhensonne aus den Sechzigern ist, spielt keine Rolle. Gerne setze ich auch die Werkstoffe Holz, Stahl und Kupfer ein, je älter das Material ist, desto besser. Aus alten Kupferrohrleitungen etwa, lassen sich tolle Lampenfüsse und Möbel bauen.

Form follows function.

Zuerst muss eine Lampe ihren Zweck erfüllen-das Licht dorthin zu werfen, wo ich es haben will. Wenn sie das erledigt hat, darf sie auch noch gut aussehen.